Dirndl und Lederhose im Nationalsozialismus:

Tracht und Macht

In seinen Münchner Zeiten experimentierte der modebewusste Hitler mit der Lederhose, aber schon bald verbot er die Veröffentlichung der Fotos, die ihn in kniefreier Tracht zeigten. Doch während sich der „Führer“ von dem Lodenjankerl abwandte, wurde es in der Bevölkerung so beliebt wie nie zuvor. Gezielt förderte der Nationalsozialismus das Tragen einer formal sehr reduzierten Tracht, sogar mit einer offiziellen „Reichstrachtenbeauftragten“. Die mediale Verbreitung erfolgte über viele Wege. Heimatfilme, Zigarettenalben, Winterhilfswerksabzeichen und nicht zuletzt die neuen Ernte- und Weinfeste machten Deutschland zum Dirndlland.